Loaded Carries: das schwere Einfach-Workout – Beitrag von Angelo Stefanou

„Alles Komplizierte ist unnötig. Alles Notwendige ist einfach.“ Dieser Ausspruch Kalaschnikows hat zwar im ursprünglichen Zusammenhang nichts mit funktionaler Fitness zu tun, passt aber trotzdem sehr gut. Eine der einfachsten Trainingsformen mit freien Gewichten sind „Loaded Carries“, für viele übrigens die „funktionalste“ Übungsart überhaupt.

Was „Loaded Carries“ sind? Eigentlich verbirgt sich dahinter nichts anderes als das Tragen von Gewichten. Doch so unspektakulär sich das auch anhören mag, so fordernd können „Loaded Carries“ – bei angemessenem Gewicht – dennoch sein. Und gleichzeitig auch so abwechslungsreich. Denn „Loaded Carries“ gibt es in unzähligen Varianten. Man kann sie mit Kettlebells durchführen oder auch mit Hanteln. Einseitig oder mit beiden Armen gleichzeitig, in den unterschiedlichsten Haltungen. Die Zielvorgabe kann eine bestimmte Zeit sein, aber auch eine bestimmte Distanz. Mit kleinen Schritten oder mit großen, sogar auf den Zehenspitzen oder im Ausfallschritt. Bei wenig Platz in kleinen Kreisen und für ganz Harte auch auf einer Treppe. Letzteres „verbraucht“ bis zu 10 kcal pro Minute und ist damit sogar interessant für Cardio-Fans.

Wer es jetzt „einfach“ versuchen möchte, der findet hier zwei simple Ganzkörper-Übungen für den Einstieg. Für beide benötigt man jeweils ein einzelnes Gewicht. Im Idealfall greift man zu einer Kettlebell, aber jedes andere freie Gewicht erfüllt auch seinen Zweck.

„Suitcase Carry“
Die Kettlebell am herabhängenden Arm wie einen Koffer tragen. Der Handrücken zeigt seitlich nach außen. Beim Gehen auf eine aufrechte Körperhaltung achten.

„Rack Walk“
Der Arm, der die Kettlebell mitführt, wird angewinkelt mit nach unten zeigendem Ellbogen eng am Oberkörper gehalten. Das Handgelenk ist gerade und richtet den Unterarm speziell bei Frauen etwas seitlich der Brust aus. Die Kettlebell liegt auf dem Unterarm, im Innenwinkel zum Oberarm. Der Handrücken zeigt seitlich nach außen. Beim Gehen auf eine aufrechte Körperhaltung achten.

Das Schöne an diesen beiden Übungen ist, dass der zu überwindende Schweinehund bei ihnen relativ kleinwüchsig ist. Gerade an Tagen, an denen man wenig Lust auf ein Workout verspürt, sind sie eine gute Alternative. Natürlich hilft es auch, wenn zusätzlich ein erfahrener Trainer in der Nähe ist, der gleichzeitig motiviert und Anfängern nebenbei den sicheren Umgang mit Kettlebells zeigt. Denn „Loaded Carries“ stellen ganz sicher nicht nur für einsam Trainierende eine Bereicherung des Trainingsplans dar.

Übungen und Motivationstipps zum Training mit Kettlebells findet Ihr auch auf meinem Blog 

Sportliche Grüße Angelo

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