Warum ich vegan wurde aka endlich vegan werden? So geht’s!

Hallo liebe InsideBerlin – Community!

Mein Name ist Soraya Garcia – und heute komme ich  endlich dazu, hier über ein Thema zu schreiben, das mir persönlich sehr wichtig ist: der Veganismus.

Warum ich überhaupt vegan wurde, welche Aspekte sich auch für dich lohnen könnten und warum der vegane Lifestyle eine echte Win-Win-Situation für alle „Beteiligten“ darstellen kann, möchte ich dir gerne mit diesem Artikel zeigen.

Aller Anfang ist schwer – Veganismus 1.0

Als ich im Teenager-Alter vegan wurde, war es weder hip noch trendy, auf tierische Produkte zu verzichten. Auch gehörten komische Blicke und Kommentare beim Ablehnen von Schinkenbrot, Milch und Co. für mich zur Tagesordnung. Einkaufen machte auch nicht wirklich Spaß, denn die Supermärkte hatten alles – nur keine spannenden pflanzlichen Milch-, Fleisch- oder Käsealternativen. Stattdessen ging ich ins weit entfernte Reformhaus in der Stadt, wo es neben Sojamilch auch erste Versuche in Richtung fleischfreie Ersatzprodukte gab, die in den meisten Fällen jedoch noch ziemlich verbesserungswürdig schmeckten – und ordentlich ins Geld gingen.

Die Jubelstürme, als man als Veganer:in der ersten Stunde entdeckte, dass nicht jede Zartbitterschokolade auf dem Markt von Haus aus Milchbestandteile enthielt, sind bis heute zu hören.

Mein veganes „Schlüsselerlebnis“

Doch zurück zum Thema: Der Grund für meinen Veganismus lag also nicht darin, dass es einfach war, auf tierische Lebensmittel zu verzichten – sondern viel mehr darin, dass ich kein Teil mehr eines Systems sein wollte, dass Tiere ausbeutet. Und das kam so: In der Grundschule wurde meine damalige Klasse zu einem Ausflug eingeladen – und zwar zu unserer Klassenlehrerin aufs Dorf.

Bauernhof, Tiere und Stallgeruch inklusive. Als mir, dem Stadtkind und – zumindest bis dahin –  noch großen Fan von Wurstwaren aller Art klar wurde, dass die Schweinchen, die ich gerade noch gesehen hatte, irgendwann als Wiener Würstchen enden würden, wurde mir körperlich schlecht. Das Gute an dieser für mich ziemlich neuen und traumatischen Wahrheit: der Weg zum Vegetarismus – und später auch zum Veganismus – war beschritten.

Endlich vegan werden? So geht’s!

Vielleicht hast auch du dir dieses Jahr vorgenommen, es endlich anzugehen – und Fleisch, Milchprodukten, Fisch, Eiern (und auch Honig) endlich abzuschwören. Doch warum eigentlich? Sind diese Lebensmittel etwa nicht gesund?

Vegan zu leben hat viele Vorteile: Studien zeigen immer wieder, dass Veganer:innen viel seltener an typischen Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise Diabetes, Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, seltener zu Übergewicht neigen und – jetzt kommt die für viele besonders spannende News – länger jung bleiben, zumindest wenn es nach dem bekannten Harvard Professor und Alterungsforscher Dr. David Sinclair geht.

Schließlich soll tierisches Protein, (besonders im Übermaß genossen) zur Zellalterung und zur Entstehung der oben genannten Krankheiten führen, während frische, pflanzliche Kost genau das Gegenteil bewirken soll. Als langjährige Veganerin sind das für mich alles natürlich wichtige Gründe, um meinen fleischessenden Zeitgenossen mehr Pflanzliches und weniger Tierisches ans Herz zu legen – doch da geht noch mehr …

Veganismus als Waffe gegen den Klimawandel

Egal, wie sehr viele auch versuchen, das Thema unter den Tisch fallen zu lassen – der Planet wird immer wärmer. Und da die meisten von uns wissen, dass das nicht einfach nur bedeutet, dass wir nun bald Ananas statt Äpfeln ernten und Bikinis statt Winterjacken tragen können, sollte sich jeder von uns bemühen, so klimaneutral wie möglich zu leben. Die „Produktion“ von tierischen Produkten ist, laut WWF, schließlich für rund 20 Prozent aller Co2-Emissionen verantwortlich …

Und dann wäre da noch die Ethik …

Grafisch beschriebene Details möchte ich dir (und auch mir) an dieser Stelle gerne ersparen, doch die Gleichung ohne Leid = kein tierisches Produkt stimmt fast immer. Dabei sprechen sich die meisten Menschen zumindest gegen Massentierhaltung aus, doch auch beim Bio-Bauern um die Ecke wird dein Steak nicht „tot gestreichelt“. Klar – die meisten von uns möchten nicht, dass Tieren Leid zugefügt wird – doch die Macht der Gewohnheit ist oftmals stärker, und Bärchenwurst , aber auch Chicken-Nuggets, sehen nun einmal so gar nicht „böse“ aus. Wenn wir nur wirklich wüssten …

Langsam vegan werden – meine  ungewöhnlichen Tipps für dich

Ich verstehe dich – und möchte dir auch nicht mit der Moralkeule kommen. Denn perfekt sind wir schließlich alle nicht.

Das gilt auch für Menschen, die schon seit Jahrzehnten nichts mehr gegessen haben, das einmal eine Mutter hatte.

Trotzdem möchte ich dich dazu motivieren, den veganen Lifestyle einmal auszuprobieren – und zwar so, dass du diesen nachhaltig integrieren kannst und richtig Spaß daran findest, dich pflanzen-basiert zu ernähren.

Denn komplett vegan zu leben bedeutet nicht nur die Ernährung, sondern auch Kosmetika, neue Bekleidung und Co. nach veganen Kriterien zu beurteilen. Doch dazu mehr in einem anderen Artikel.

Hier daher erst einmal meine Top 5 Tipps für alle, die vegan starten möchten 🙂

  • Ersetze Kuhmilch 30 Tage lang mit Hafermilch deiner Wahl (für Kaffee eignet sich am besten die Barista-Variante). Wetten, dass du nach dieser Zeit gar keine Lust mehr auf herkömmliche Milch haben wirst?
  • Erkläre einen Tag in der Woche zum „Green Day“ – und ernähre dich ausnahmslos pflanzlich. In Internet findest du tolle Rezepte, die oft in wenigen Minuten servierfertig sind – selbst wenn du kein zweiter Jamie Oliver bist! Solltest du vegane Restaurants in der Nähe haben, kannst du deinen „Green Day“ auch dort „zelebrieren“ und dir deine Lieblingsgerichte einmal auf andere Art gönnen
  • Bei pflanzlichen Fleisch- und Käseersatzprodukten scheiden sich die Geister – ich finde sie völlig legitim, solange man sich – wie generell bei allen Fertigprodukten – generell an die folgende Faustregel hält: ansonsten viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Tofu, Vollkorngetreide und Nüsse. Vegane Wurst zum Frühstück oder der pflanzliche Burger aus der TK-Abteilung dürfen daher durchaus sein. Gerade in der „Übergangszeit“ können sie wertvolle Dienste leisten
  • Ersetze deine Lieblingssüßigkeiten eine Woche lang durch vegane Alternativen! Mir ist schon klar, dass frisches Obst gesünder ist – doch solltest du hin und wieder Lust auf Schokolade, Gummibärchen und Co. haben, hast du mittlerweile in den meisten Supermärkten die Möglichkeit, Süßes ohne tierische Zutaten zu ergattern – und dies häufig von den typischen Lieblingsmarken
  • Mir ist es wichtig, dass du nicht das Gefühl hast, auf etwas zu Verzichten. Sollten dir die hier genannten Tipps die nötige Unterstützung auf der „Journey to Veganism“ bieten, kannst du die Anzahl deiner Green Days Schritt-für-Schritt erhöhen, bis du dein Ziel erreicht hast.

Ich hoffe sehr,  dass diese zum Teil etwas ungewöhnlichen Tipps für mehr Spaß und Durchhaltevermögen auf deinem Weg zum Veganismus führen werden – und wünsche dir von Herzen gutes Gelingen dabei!

Bild Credits  copyright by Arash Mahramzadeh

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