Berlin-Stories: Wer ist die Nummer 1 von Berlin? Hertha oder Union?

Berlin hat so viel zu bieten – auch im sportlichen Bereich.

Hier gibt es wirklich die Möglichkeit, alles auszuprobieren. Egal, ob Laufen, Workouts, Yoga, Wassersport oder gewisse Trendsportarten. Eine Sportart ist besonders beliebt: Fußball.

Dennoch ist Berlin die einzige Hauptstadt in Europa, wo es keinen Spitzenclub gibt, welcher jedes Jahr international für Aufsehen sorgt. Obwohl es keine Liebe auf den ersten Blick war, gibt es dennoch zwei Vereine in der Bundesliga. Einer von ihnen hat derzeit überraschenderweise die Oberhand.

Union Berlin

Die Union ist derzeit die Nummer eins in Berlin. Das zeigt sich ganz einfach mit einer Statistik. Auf Betway Sportwetten hat die Union, dass sie die Saison unter den besten vier Teams der Liga abschließen werden. Hertha hingegen ist von dieser Position weit entfernt. Vor einigen Jahren waren die Rollen noch getauscht. Union erreichte die Bundesliga erst vor drei Jahren zum ersten (und bisher einzigen) Mal.

Seitdem konnte man sich kontinuierlich steigern. Nachdem man in der ersten Saison dem Abstieg klar entkommen ist, folgte eine Leistungssteigerung in der folgenden Saison. Nach der ersten Saisonhälfte war bereits klar, dass man nichts mit einem Abstiegsrang am Hut haben wird. Im Gegensatz dazu konnte man sich oben festsetzen und für die Conference League qualifizieren.

Damit spielte man in der vergangenen Saison erstmals internationalen Fußball. Obwohl man in der internationalen Gruppenphase scheiterte, konnte man in der Bundesliga erneut aufzeigen. Dank eines Siegs am letzten Spieltag gegen Bochum erreichte man den fünften Tabellenplatz und damit die Europa League. Wenn man dieser Rechnung folgt, bemerkt man, dass dieses Jahr dann die Qualifikation zur Champions League folgen sollte. Bisher sieht es dafür gut aus. Neben Freiburg ist man die bisherige Sensation der Liga, wobei man vorn viele Tore schießt und hinten solide steht.

Das lobt auch Freiburg Trainer Christian Streich im Podcast vom Kicker. In der Offensive sticht derzeit vor allem Sheraldo Becker heraus. Der Niederländer kam im Sommer 2019 ablösefrei nach Berlin und ist seit dem Abgang von Taiwo Awoniyi zu Nottingham Forrest der Goalgetter der Mannschaft. In den vergangenen zwölf Monaten konnte er auf Transfermarkt seinen Marktwert verfünffachen. Generell wurden die 20 Millionen Euro aus dem Awoniyi Transfer intelligent investiert. Neben Diogo Leite, Morten Thorsby und Jamie Leweling wurde Jordan von den Young Boys Bern verpflichtet. Der Amerikaner ist direkt in der Liga angekommen und überzeugt mit seinem Abschluss und seiner Übersicht.

 

Hertha BSC Berlin

Während die Union derzeit einen rasanten Aufstieg erfährt, geht es beim „Big City Club“ (wie der Verein von Lars Windhorst in der Augsburger Allgemeinen getauft wurde) stetig bergab. Anstatt um Titel und internationale Erfolge mitzuspielen, steckt man im Abstiegskampf fest. In der vergangenen Saison konnte man generell erst von Felix Magath in der Relegation gerettet werden.

Dieses Jahr ist man nicht besser in die Saison gestartet. Unter Sandro Schwarz ist man erneut im Tabellenkeller. Im Vergleich zu den Vorsaisonen wurde aber auch nicht viel eingekauft, sondern ein Fokus auf die Abgänge gelegt. Dabei hängen dem Verein noch viele Fehleinkäufe nach. Lucas Tousart wurde nie zu dem gewünschten Unterschiedsspieler.

Krzysztof Piatek spielt mittlerweile in Turin und Santiago Ascacibar ist mehr für seine Fouls bekannt. Einzig Matheus Cunha konnte aufzeigen – er verließ den Verein jedoch in Richtung Atlético Madrid. Ansonsten ist der Kader voll mit Durchschnittsspielern, welche zu hohe Gehälter erhalten. So gibt es keinen Biss im Kader und eine offensive Kreativität ist ebenfalls nicht gegeben. Vor allem der fehlende Wille ist in der Mannschaft nicht zu übersehen.

Es gibt keinen Spieler bei Hertha BSC, welcher das Team anfeuert und auf ein neues Niveau bringen möchte. Teils wirkt es, als ob die Spieler nur den Schlusspfiff abwarten, um sich endlich nach Hause zu begeben. Hinter den Kulissen ist es auch nicht einfacher. Zwischen der Investorengruppe und der sportlichen Führung gibt es große Gräben, welche nicht mehr einfach geschlossen werden können.

Die Situation der beiden Fußballvereine in Berlin ist derzeit hoch spannend. Einerseits gibt es Union Berlin. Der Underdog spielt auf einem hohen Niveau und ist mit Leidenschaft und Willen an der Spitze angekommen. Auf der anderen Seite gibt es den selbst ernannten Hauptstadt-Club. Die Hertha ist jedoch weit entfernt von der Spitze. Dabei mangelt es bei den Spielern und hinter der Kulisse. Es wird spannend, ob und wann es hier zu einem Turnaround kommen wird.

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