Ehemaliger Bergführer Rajesh Lama kocht jetzt in Prenzlauer Berg → nepalesisch und z. gr. T. vegan!

Unbezahlte WErbung. Wer auf dem Dach der Welt gelebt hat, sieht das Leben mit anderen Augen.

Rajesh Lama war Bergführer in der legendären Mount Everest-Region, bevor er nach Berlin auswanderte – in der Tasche nicht viel mehr als unglaubliche Gelassenheit, Weltoffenheit und Rezepte aus der Heimat.

Sein Vater war Koch im Basislager am heiligen Berg, wie die Sherpas den Mount Everest nennen. Rajesh Lama ist also mit den Geheimnissen der traditionellen Küche aufgewachsen und schließlich in die Fußstapfen seines Vaters getreten: Mit seinen traditionellen Momos, die in Nepal an jeder Ecke angeboten werden, eroberte er bereits den Street Food Thursday in der Markthalle Neun, jetzt hat sich Rajesh Lama mit dem Restaurant Holy Everest in Prenzlauer Berg eine neue Heimat geschaffen.

Das kleine, gemütliche Restaurant ist die Anlaufstelle für alle, die neugierig sind auf authentisches Street Food aus Nepal, und andere, die einfach mal ungewöhnlich gut essen wollen. Neben den besagten Momos, das sind angebratene oder gedämpfte Teigtaschen, die der junge Koch vegan oder mit Lamm- und Wasserbüffelfleisch füllt und mit Tomaten-Chutney serviert, gibt es noch viele andere Spezialitäten wie Badam Sadeko, einen Salat aus scharf gewürzten Erdnüssen, Koriander, Ingwer, Knoblauch und Tomaten, Aloo Roti – Kartoffelpfannkuchen nach Sherpa-Art, oder Chana Masala, gebratene Kichererbsen nach Terai-Art. 4

In einem echten nepalesischen Restaurant darf natürlich auch das Nationalgericht nicht fehlen: Dal Bhat – die Lama als feine Linsensuppe kreiert mit Reis, gedünstetem Spinat, Tomaten-Achar, Salat und Papadam – knusprig frittierten Fladen aus Linsenmehl.

Die meisten nepalesischen Klassiker, die Lama hier bietet, sind übrigens vegan.

Holy Everest_Dal Bhat©allcoloursnow

Die Sherpa-Küche ist nährstoffreich und funktional.

Zu jedem Gericht finden sich in der Karte Erklärungen, welche Wirkung es hat oder was es beinhaltet. Die hochwertigen Zutaten für die nepalesischen Gerichte findet Rajesh Lama tatsächlich hier in der Region – Gemüse bezieht er aus ökologischem Anbau u. a. vom Biolandhof Zielke, BioReis von Reishunger und Fleisch aus artgerechter bzw. bio-zertifizierter Haltung zum Beispiel aus Lübars vom Familienbetrieb Micha Neuendorf, von Sonja Moor aus Werneuchen und vom Gut Darß. Die ayurvedischen Gewürze, die in der nepalesischen Küche eine Hauptrolle spielen, ordert Rajesh Lama fair und in Bio-Qualität von den Markthalle-Neun-Kollegen Soul Spice, die weltweit ökologisch arbeitende Gewürz-Kleinbauern unterstützen.

Wie wichtig die hohe Qualität der Zutaten ist, drückt auch das Logo von Holy Everest aus, das Rajesh Lamas Ehefrau Liane Haug designt hat: Es symbolisiert den buddhistischen Endlosknoten als Zeichen für Glück und eine abstrakte Krone für die hohen Ansprüche, die Lama und Haug teilen.

Als studierte Kommunikationsdesignerin hat Liane Haug auch maßgeblich an dem klaren Stil der Einrichtung mitgewirkt: helle und dunkle Holztöne, minimalistische Lampen, goldene Tücher an der Decke, die an Gebetsfahnen erinnern, ein handgefertigtes Mandala und natürlich ein über allem thronender Buddha.

Sitzen können die Gäste nicht nur an Tischen, sondern echt nepalesisch und meditativ auf dem Boden eines Podests, und wer gutes Karma braucht, kann sich einer Gebetsmühle bedienen. Zudem sorgt Liane Haug dafür, dass die nepalesische Gelassenheit von allen Mitarbeitern getragen wird und die Atmosphäre im Holy Everest so angenehm freundlich ist.

Das Holy Everest bringt Nepal in Berlin endlich die Aufmerksamkeit, die das kleine Land mit seinen Landschaften, hilfsbereiten Menschen und leckeren Speisen längst verdient hat.

Wo: Gleimstraße 54, 10437 Berlin