Monday-Talk: Mister SexDate.

Hoppala, hat sie sich beim Titel verschrieben? Nein, keineswegs. Vielmehr bringt es ganz gut auf den Punkt, was mein Sommer-Sonntagsdate mit Max so zu bieten hatte. Max gehört im Grunde genommen zu jenen Männern, welche bei mir direkt durch den Tinder-Radar fallen. Max lebt nämlich eigentlich in Dresden und war nur auf Wochenendbesuch in der Hauptstadt. Kurzum: Ein Tourist. Und mit Touristen möchte ich meine Zeit eigentlich nicht verschwenden.

Warum ich Max dennoch getroffen hatte, ergab sich aus mehreren Gründen. Zum einen war meine plakative Impuls-Lebe-Strategie maßgeblicher Grund für meine Datingfreude an jenem Sonntag, zum anderen hatten wir einen wirklich coolen Chat, der damit endete, dass wir beide Lust auf eine Runde schwimmen hatten. Und was sollte schlussendlich verwerflich daran sein, mit einem vermeintlich sympathischen Herrn einen Sonntag am See zu verbringen?

Alleine zu fahren machte keine wirkliche Laune und warum nicht mal per TInder einfach so eine nette Begegnung initiieren. Wir koordinierten uns zunächst in meinem Kiez auf ein gemeinsames Eis. Bereits hier wurde schnell klar: Mehr als ein Eis würde es für uns beide nicht geben. Mein augenscheinlicher Impuls war vielleicht doch nicht so fabelhaft, wie er mir noch vor ein paar Stunden erschein. Aber hey: Bekanntlich kann man dennoch mit jedem Menschen eine gewisse Zeit verbringen. Bei Max und mir wurde diese von zwei Kugeln Eis und einem kleinen Parkaufenthalt bestimmt. Was er mir dort zu berichten hatte, hätte sich allerdings besser bei einer Flasche Schnaps gemacht.

Max war an jenem Samstagabend auf einer privaten Swinger-Party (oder wie auch immer die genaue Bezeichnung dafür sein mag) gewesen. Seine erste „Sexparty“, wie er betonen wollte. OK. Krasser Gesprächsstoff zwischen zwei Fremden. Aber gut, nun hatte er begonnen davon zu erzählen und sollte damit auch fortfahren. Max erzählte von einem leichten Rausch, schönen Körpern, einer kleinen Hippie-Blase und seiner gewachsenen Neugier auf weitere solcher Partys.

Oh Berlin, Du bist doch immer für eine Geschichte gut.

 

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