Yoga als Olympische Sportart – passt das zusammen?

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Wer einmal mit Yoga angefangen hat, weiß, dass der Sport sehr viel mehr als nur Dehnübungen bietet. Der Sport wird dabei immer beliebter, weshalb Yoga als eine Art Massensportart betrachtet werden kann. Aufgrund der Massentauglichkeit stellt sich die Frage, ob Yoga sich auch für die Olympischen Spiele eignen würde. Passt der starke Wettbewerbscharakter Olympias mit dem meditativ angehauchten Yoga zusammen?

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Sportliche Aspekte von Yoga

Yoga ist vielfältig

Yoga ist vielfältig, was sicherlich zu dessen Beliebtheit beiträgt. Man findet verschiedene Varianten des Sports, die sich an Menschen mit unterschiedlicher Erfahrung richten. Das Hatha Yoga gilt als ideale Einstiegsmöglichkeit, da alle Abläufe hier langsamer ausgeführt werden. Ebenfalls gut für Einsteiger ist das Anasara Yoga, bei dem die Spiritualität im Vordergrund steht. Es geht aber auch mit mehr Geschwindigkeit. Beim Acro Yoga werden akrobatische Aspekte mit eingebaut, während Ashtanga Yoga sich an Fitnessenthusiasten richtet, die gerne Kondition aufbauen möchten. Es gibt auch ausgefallenere Ideen wie das Bykram Yoga, bei dem Hitze die Grundlage für die Übungsstunde darstellt. Mit mehr als 40 Grad Zimmertemperatur werden Muskeln und Sehnen geschmeidiger gehalten, weshalb Verletzungen besser vorgebeugt werden kann. Daher eignet sich Bykram auch für Anfänger, was beim Aerial Yoga anders ist, da Yoga-Schüler Übungen in hängenden Decken vollziehen. Nicht nur in der Luft, sondern auch zu Wasser kann man Yoga finden. So wird eine Matte mit Schnüren in einem Pool befestigt, auf deren instabilem Untergrund man ruhige und konzentrierte Übungen machen kann.

Olympische Disziplin

Man kann also erkennen, dass Yoga eine ziemlich große Bandbreite an Varianten aufweisen kann, weshalb es möglich wäre, die passenden Arten für die Olympischen Spiele auszuwählen. Die richtige Wahl ist auch notwendig, denn eine wichtige Voraussetzung für die Aufnahme von Sportarten bei den Olympischen Spielen ist der Wettbewerbsaspekt. Athleten oder Mannschaften müssen hier in den verschiedensten Sportarten gegeneinander antreten können. Da es sich beim Yoga um keine direkte Wettbewerbssportart handelt, stellt dies die größte Barriere dar. Allerdings gelang es der USA Yoga Federation 2016 Yoga bei den Olympischen Sommerspielen als offizielle Sportart zu registrieren. Der Wettbewerbsfaktor sollte dadurch entstehen, indem Yogis in einem kurzen Zeitraum verschiedene Posen ausführen müssen, die von einem Komitee bewertet werden. Dennoch hat sich diese Form der Bewertung als sehr subjektiv erwiesen und ist weniger präzise als bei anderen Sportarten der Olympiaden. Ein gutes Beispiel ist die olympische Disziplin des Skispringens. Dort gewinnt derjenige, der am weitesten springt. Die Leistung der einzelnen Sportler kann man dabei im Voraus durch statistische Quotenberechnungen einschätzen. Laut Stand vom 10. August 2018 hat der polnische Skispringer Kamil Stoch nach Berechnung von Betway die höchsten Siegeschancen der Ski-WM 2019 mit einer Quote von 2,00 – weit vor Stefan Kraft mit 6,00. Diese Berechnung ist nur möglich, da keine subjektiven Faktoren wie der Geschmack einer Jury über den Erfolg von Athleten entscheiden.

Andere Yoga-Aspekte, die man beachten muss

Yoga in Zahlen

Es gibt allerdings auch andere Gründe, die dafür sprechen, dass Yoga in der Zukunft immer stärker bei den Olympischen Spielen vertreten sein könnte. Hier hilft ein Blick auf die Zahlen. Alleine in Deutschland haben im Jahre 2018 bereit 16 Prozent der Bevölkerung Yoga-Erfahrungen sammeln können. Dies entspricht mehr als 11,3 Millionen Menschen. Die Anzahl der Aktiven Yogis beläuft sich dabei auf 3,4 Millionen Menschen. Dabei kann jedoch ein stetig wachsender Trend nachgewiesen werden, denn schon 2014 sprach man von einem Aufstieg der Yoga-Bewegung in Deutschland. Damals belief sich die Zahl der aktiven Yoga-Anwender auf 2,6 Millionen Menschen. Allerdings darf man ebenfalls nicht außer Acht lassen, dass ehemalige Yogis wieder einsteigen könnten oder neue Interessierte mit dem Sport anfangen. Aus dieser Perspektive betrachtet kommt fast jeder vierte Deutsche als möglicher Yoga-Anwender in Betracht. Das ist auch besonders interessant, wenn man bedenkt, dass sich in Deutschland fast jeder Vierte häufig gestresst fühlt. Yoga könnte hier Abhilfe schaffen.

Gesundheitliche Punkte

Mehr als 90 Prozent der Menschen betreibt Yoga, um die körperliche Fitness zu trainieren und Stress abzubauen. Dabei handelt es sich um gesundheitliche Aspekte, denn Yoga eignet sich in verschiedenen Situationen und kann sowohl zu Hause als auch auf der Arbeit angewendet werden. Wer häufig sitzt wird Yoga-Übungen wie die Schulterbrücke schätzen, bei der der Rücken gestärkt und die Blutzirkulation verbessert wird. Allerdings benötigt man für die allermeisten Formen von Yoga auch eine grundlegende Ausrüstung. So bietet Yogisan Produkte verschiedener Marken an. Hierzu zählen Sitzkissen, Yogamatten, Kleidung und viele weitere Accessoires. Sogar Räucherstäbchen kann man finden. Diese werden häufig bei ruhigeren Yoga-Varianten benutzt, um eine meditative Atmosphäre aufzubauen. Sicherlich wird man Räucherstäbchen allerdings wohl kaum bei einem olympiafähigen Yoga finden. Die gesundheitlichen Vorzüge von Yoga könnten sich für eine Olympiaaufnahme auch in der Zukunft jedoch als hilfreich herausstellen.

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