Weekend-Tipp: Torstraßen Festival 2018 >> 08. – 10. Juni

Das Torstraßenfestival ist kein Straßenfest, sondern ein Musikfestival. Angefangen hat alles mit einem spätsommerlichen Nachmittagsprogramm, entwickelt hat sich daraus eine frühsommerliche 3-tägige Veranstaltung an etlichen Spielorten in Berlin-Mitte: ein Seismograph für verschiedenste Berliner Musikszenen, eine Bühne für internationale Highlights, ein Festival für Szenenvielfalt, Nachbarschaft, Entdeckung und Community.

Unser Publikum schätzen wir als Entdecker*innen, die ihrer und unserer Neugierde vertrauen. Wir unterstützen Musik, die sich für uns, hier und jetzt, als auch in der Welt insgesamt relevant anfühlt. Lokal möchten wir ein Forum sein für aktuelle und relevante Entwicklungen in der Berliner Musikszene: für Einheimische, Durchreisende und ihre Einflüsse.

Seit 2011 arbeiten wir rund um die Torstraße mit alten und neuen Strukturen zusammen und laden die Nachbarschaft ein, den Rahmen des Festivals für eigene Ideen und Veranstaltungen nutzen. Dabei bespielen wir einerseits Orte, die bereits seit Jahren Musikkultur in unserer Stadt pflegen und laden andererseits unser Publikum an untypische Spielorte ein, um die Musik in ein neues Licht zu rücken.

Um möglichst vielen diese Entdeckungen zu ermöglichen, versuchen wir die Ticketpreise so günstig wie möglich zu halten, denn wir sehen Musik als integralen Teil des städtischen Lebens.

Wo: Torstrasse in Berlin-Mitte

Nach einer abendlichen und dennoch gründlichen Recherche rund um das Berliner Performance-Art-Pop-Synth-Clash-Duo HYENAZ (immer großgeschrieben) summt dem Autor dieser Zeilen, nicht nur von der drei-Viertel-Flasche Schreib-Rosé, gehörig der Kopf. Das liegt (einerseits) am lustvoll übersteuerten Sound der zwei Kollaborateur*innen Mad Kate und TUSK (auch immer großgeschrieben), sondern (auch) am betörenden Referenzrauschen rund um das kahlköpfige Doppelpack. Electro-Clash-Übermutter Peaches handelte ihnen die Beschreibung »Performative monster duo« ein. Von »Kult-Status« ist die Rede und von »best live act in Berlin« traute sich schon 2014 das Kaltblut-Magazin zu schreiben. Das letzte, mit dem ungleichen Wortpaar »Critical Magic« betitelte Album des Duos beschäftigt sich mit »Chaos Magic«, einer postmodernen, uns bis dato völlig unbekannten Magie-Bewegung, die sich autoritäre Machtstrukturen herauszufordern wähnt. Chaos Magic Forever!, möchten wir an dieser Stelle proklamieren. Das klingt nach einer guten Sache! Deleuze & Guattari (das Firmen-Und an dieser Stelle besonders schön), Walter Benjamin, Cherrie Moraga und Alexander Jodorowsky (all diese Namen fallen im free play der Gruppe) wären jedenfalls sofort dabei. Die Musik übrigens, an dieser Stelle deskriptiv noch etwas zu kurz gekommen, können wir als, »Broken-Beats-Synthpop-Tech-House-Horror-Wave« und darüberhinaus als »außerordentlich empfehlenswert« beschreiben und ein neues Album mit dem Titel »Foreign Bodies wird dieser Tage erwartet. // @hyenaz are playing at new festival venue @Chausseestraße 131 at 19:00

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