Monday Talk | Mister Mistelzweig.

Wenngleich diese Geschichte bereits vor langer Zeit ihr letztes Kapitel gefunden hat, so ist sie mir doch wirklich noch immer die allerliebste Weihnachtsliebesgeschichte. Und vielleicht durfte sie einfach kein Happy End finden bei diesem wundervollen Beginn… ich weiß es nicht. Aber in die Einleitung bin ich nach wie vor verliebt. Manchmal gibt es eben auch im echten Leben eine kleine Portion Hollywood.

Wir schreiben den 1. Advent 2014 – ich bin seit einigen Wochen offiziell wieder Single und fühle mich zum ersten Mal wieder so richtig in der Stimmung für ein bisschen Zärtlichkeit. Passender Weise steht an jenem Sonntag eine WG-Weihnachtssause auf dem Plan, zu der auch der ein oder andere attraktive Herr eingeladen ist. Ganz Studi-Style beginnen wir bereits 14Uhr mit Keksen, Glühwein & Wichtelei. Ein entsprechender Schwipps stellt sich folglich bereits schon gegen 16Uhr ein.

Jetzt habe ich Mut. Und wir zum Glück auch einen Mistelzweig im Türrahmen aufgehängt. Verschmitzt frage ich meine Freundin, ob ich wohl Theo zum Knutschen verführen könne? Sie bejaht meinen Wunsch und ich traue mich prompt Theo aus der Küche unter den Mistelzweig zu zerren. Tja. Und dann war es um uns geschehen.

Knutschend fanden wir uns später am Nachmittag in meinem Bett wieder und irgendwie fühlte sich das alles viel richtiger an, als ich je erwartet hätte. Aber wer schenkt diesem Gedanken in beschwippstem Zustand übermäßig viel Glauben? Nun, offensichtlich Theo. Der unterbrach unsere Zweisamkeit ein wenig später nämlich mit den Worten: Ich glaube, ich möchte jetzt nicht mit Dir schlafen. Das hier fühlt sich nach mehr an und ich möchte Dich erst einmal daten.

Vollkommen perplex pflichtete ich seinem Gedanken bei. Nun, wir hielten es genau 24 Stunden aus, dann brachen wir unser Date in der Kneipe ab und sprangen erneut in mein Bett. Gekuschelt wurde die nächsten 3 Monate und die Vorstellung ein solches Kennenlernen meinen Enkeln erzählen zu dürfen zum schönsten Gedanken, den ich je hatte. Es bleibt eine Geschichte. Die ihr letztes Kapitel leider nicht unter dem Weihnachtsbaum meiner Enkelkinder finden wird. Aber nach wie vor eine schöne sein wird.

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