Highlights im weihnachtlichen Berlin | by Antje Waldschmidt

Hallo,

habt ihr Lust die Weihnachtsmagie wieder aufleben lassen? Ich habe mich in Berlin auf die Suche gemacht und vier vorweihnachtliche Orte gefunden, die diesen Zauber aus Kindheitstagen ausmachen.

Weihnachten steht für das Fest der Liebe und dafür eine besinnliche Zeit mit den Liebsten zu verbringen. Dennoch gelingt das den Wenigsten von uns und artet alle Jahre wieder im weihnachtlichen Geschenkmarathon in überlaufenen, muffigen Kaufhäusern aus, – oder aber wir sitzen in den letzten vorweihnachtlichen Nächten an überhitzten Geräten und stöbern völlig übermüdet noch ein wenig bei Amazon oder eBay, womit wir unseren Liebsten kurz-vor-Schluss eine Freude machen können.

Aber halt: Sprachen wir nicht gerade vom Fest der Liebe und Besinnlichkeit? Eben. Grund genug in diesem Jahr unseren materiellen Gelüsten einen Strich durch die Rechnung zu machen und uns auf das zu besinnen, was Weihnachten ist – ein Fest der Sinne und Besinnung.

Ich habe mich im vorweihnachtlichen Berlin auf diese sinnlichen Spuren begeben – fernab des Trubels und des hektischen Weihnachtsrummels – und eine kleine Auswahl magischer Orte gefunden, die für mich diese Klänge, Düfte und Bilder ausmachen! – Vielleicht jener Weihnachtszauber, den wir aus der Kindheit kennen, als wir den leuchtenden Christbaum bewundert haben, der süße Duft frisch gebackener Plätzchen das Haus erfüllte und wir den Nachmittag damit verbrachten, gemütlich unter die Decke gekuschelt, märchenhafte Weihnachtsfilme in Endlosschleife zu schauen … dabei konnten wir es kaum erwarten, dass die heilige Nacht endlich einkehren würde.

Diese Weihnachtsmagie sollten wir wieder aufleben lassen …

Zauberhaftes Staatsballett in der Deutschen Oper Berlin 

Was wäre Weihnachten ohne einen Klassiker wie den „Nussknacker“ ?

„Es ist der Heilige Abend. Gleich schlägt es Mitternacht, und die Uhr läutet die Wunder der Weihnacht ein. Es ist die Zeit der Träume und des Zaubers.“

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Staatsballett Berlin – Der Nussknacker. Foto: Fernando Marcos

Zur Weihnachtszeit ist das Ballett in den Spielplan zurückgekehrt und versetzt Groß und Klein in vorweihnachtliches Staunen. Der Ballettklassiker aus dem 19. Jahrhundert wurde von Nacho Duato in das Jahr 1918 versetzt, um dem Erscheinungsbild einen größeren Reiz zu geben. Das heißt neben den eleganten langen Seidenkleidern der Tänzerinnen und den Smokings der Männer auch, dass das Festthema prunkvoller aufgegriffen wurde. Wer Clara, dem Patenonkel Drosselbart und der restlichen Familie Stahlbaum bei der weihnachtlichen Bescherung zu sieht und sich später mit Clara und ihrem Nussknacker in die Winterlandschaft tanzender Schneeflocken mitnehmen lässt, gerät schnell in den erhofften Abspannmodus und erliegt der vorweihnachtlichen Verführung. Nacho Duato ist der klassischen Bewegungssprache des Balletts treu geblieben, hat die Inszenierung jedoch mit seiner choreografischen Note bereichert.

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Staatsballett Berlin: Der Nussknacker. Foto: Fernando Marcos
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Staatsballett Berlin – Der Nussknacker. Foto: Fernando Marcos

Mich hat das Staatsballett Berlin schon als Kind begeistert. Den „Nussknacker“ in der Deutschen Oper Berlin zu sehen, hat wiederum seinen ganz eigenen Reiz. Wer im Opernsaal sitzt und dabei zu sieht wie der hölzerne Nussknacker sich im Dunkel der Nacht zum Prinzen verwandelt, der lässt sich voll und ganz auf eine magische Weihnachtsreise in ein verzaubertes Land mitnehmen und vergisst, dass er sich im größten der drei Berliner Opernhäuser – und mit 1859 Sitzplätzen auch in einem der größten Theater des Landes – befindet. Das Staatsballett Berlin schafft es mit diesen magischen Bildern und zu den wundervollen Klängen von Peter Iljitsch Tschaikowsky jede Generation in eine weihnachtliche Stimmung zu versetzen und zum Träumen einzuladen.

Der Nussknacker wird noch bis zum 03. Januar 2018 in der Deutschen Oper Berlin aufgeführt.

Deutsche Oper Berlin, Bismarckstr. 35 / 10627 Berlin
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Staatsballett Berlin – Der Nussknacker. Foto: Fernando Marcos

Durch das Lichtermeer des Christmas Garden spazieren

Der Christmas Garden Berlin bietet die perfekte Weihnachtseinstimmung für alle die, die fernab des Trubels der Weihnachtsmärkte entspannt mit einem Glühwein in der Hand magische Momente genießen möchten. Rund 30 Lichtinstallationen gibt es auf dem 2km langen Rundweg im Botanischen Garten Berlin zu entdecken. Natürlich ist der Einwand berechtigt, dass Berlin mit seinen rund 60 Weihnachtsmärkten – allen voran dem am Gendarmenmarkt (1€ Eintritt), dem um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche oder dem Spandauer Weihnachtsmarkt – auch völlig kostenfrei eine glanzvolle weihnachtliche Stimmung aufkommen lässt. Doch was den Christmas Garden auszeichnet, ist die Ruhe und Besinnlichkeit mit der wir uns durch diesen Zauberwald mit seinen unzähligen Lichtpunkten und Illuminationen begeben können. Gerade für Paare und Familien mit Kindern ist der magische Spaziergang durch Traumbäume, Leuchtwürfel, singende Engel und schwebende Sterne der perfekte Einklang in die Weihnachtszeit.

Der Christmas Garden Berlin kann noch bis zum 07. Januar 2018 besucht werden.

Christmas Garden Berlin, Königin-Luise-Platz / 14195 Berlin / täglich von 16.30 bis 22.00 Uhr, letzter Einlass um 21.30 Uhr
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Der Botanische Garten Berlin im Weihnachtsgewand.

Berliner Weihnachtsepochen durchleben

Alle Jahre wieder finden wir uns nach der 3-wöchigen Adventszeit mit unseren Liebsten zusammen und feiern das Weihnachtsfest. Für einige von uns ist es das religiöse Fest, das an die Geburt von Jesus Christus erinnert, für andere unter uns verstärkt ein kulturelles Fest – doch wir alle halten an gewissen Traditionen und Bräuchen fest, sei es der Christbaum, die Gans oder die Weihnachtslieder. Doch wie haben eigentlich die Berliner in den letzten Jahrhunderten Weihnachten gefeiert? The Story of Berlin bietet dazu eine kleine Sonderausstellung, die in die reguläre Ausstellung integriert ist und bereits im Eintrittspreis enthalten. ALLE JAHRE WIEDER – Eine Berliner Weihnachtsgeschichte nimmt uns auf eine Zeitreise durch das weihnachtliche Berlin mit – das jedoch ganz unprätentiös, da die festliche Dekorierung in der glanzvollen Vorweihnachtszeit der Stadt sowieso kaum ins Auge fällt. Doch gerade das überzeugt und macht den Besuch der regulären Berliner Ausstellung in dieser besinnlichen Zeit besonders attraktiv – den Blick in die Berliner Wohnzimmer verschiedenster Epochen gerichtet.

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ALLE JAHRE WIEDER- Eine Berliner Weihnachtsgeschichte.

Bis zum 03. Januar 2018 kann die weihnachtliche Ausstellung in der Ausstellung noch besucht werden.

THE STORY OF BERLIN, Kurfürstendamm 207-208 im Ku´damm Karree / 10719 Berlin / täglich von 10 bis 20 Uhr, letzter Einlass um 18 Uhr

 Glühwein, Kerzen und Kamin – Weihnachten kann kommen!

Es sind jene kalten Tage, an denen die Sonne schon am Nachmittag untergeht und wir uns am liebsten mit einer heißen Schokolade oder einem Glühwein vor den Kamin kuscheln. Genau das gibt’s im Café am Neuen See, das im Sommer nicht nur mit einem der schönsten Berliner Biergärten lockt, sondern auch im Winter mit seinem romantisch beleuchteten Restaurant bei flackerndem Kerzenschein und knisterndem Kamin verzückt. Etwas abseits im Tiergarten gelegen, bietet es zugleich den perfekten Anlass für den Winterspaziergang, entweder jener vom Bahnhof Zoologischen Garten am Berliner Zoo vorbei durch den Großen Tiergarten oder ganz klassisch die Straße des 17. Juni entlang bis zum Großen Stern durch den Großen Tiergarten an den Neuen See. Der Schnee wird schon noch kommen …

Bis in den Januar hinein gibt es vor dem CANS auch eine Eisstockbahn. Also bitte schön warm anziehen, ordentlich Glühwein trinken und die hübsche Kulisse mit dem Charme der leuchtenden Weihnachtszeit genießen.

Café am Neuen See, Lichtensteinallee 2 / 10787 Berlin / täglich ab 09 Uhr geöffnet
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Festbeleuchtung im Café am Neuen See.

Am schönsten ist es natürlich diese magischen Orte mit unseren Liebsten zu teilen – vielleicht ist dieser Beitrag eine kleine Weihnachtsinspiration, in diesem Jahr gemeinsame Stunden mit „family & friends“ zu schenken und die Weihnachtsmagie zusammen zu erleben?! Alle vorgestellten Orte sind noch bis in den Januar hinein geöffnet bzw. bieten das hier vorgestellte Programm.

Wer es also vor Weihnachten nicht mehr schafft, kann die Festtage als Anlass nehmen, um gemeinsame, magische Stunden in der Nachweihnachtszeit zu schenken : )

Viel Spaß – mit allen Sinnen! Eure Antje

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