Muskelverletzungen – und jetzt? Wie sieht die Behandlung aus?

Hallo,

Muskelfaserriss, Zerrung & Co. – für Sporttreibende ein nicht unbekanntes Leiden. Die wenigsten können wohl von sich behaupten, noch nie eine Muskelverletzung gehabt zu haben. So kann falsches Schuhwerk oder ein nicht ausreichendes Aufwärmtraining vor dem Sport zu Verletzungen führen. Wird die Muskulatur beispielsweise überdehnt, sind häufig Zerrungen die Folge. Darüber hinaus treten Muskelfaserrisse meist bei Sportarten auf, in denen plötzliches Anhalten, Abbremsen oder Sprünge gefordert sind, beispielsweise beim Fußball oder Basketball.

Viele der Muskelverletzungen gehen mit einem spürbaren Schmerz einher und werden daher gut erkannt; manchmal bleibt die Verletzung allerdings unbemerkt. Unterschätzen solltet ihr die Muskelverletzung auf keinen Fall, denn das kann Dauerschäden und lange Trainingspausen zur Folge haben. Was ist also zu tun, wenn der Muskel verletzt ist?

Erste-Hilfemaßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten bei Muskelverletzungen

Bei der Behandlung von Muskelverletzungen ist zu beachten, welche Art vorliegt. Man unterscheidet:

  • Muskelkater
  • Muskelzerrung
  • Muskelfaserriss
  • Muskelbündelriss
  • Muskelprellung
  • Muskelkrampf

Kommt es zu Prellung, Zerrung & Co. könnt ihr selbst aktiv werden – mit der sogenannten PECH-Regel.

  1. Pause: Die Belastung unverzüglich einstellen und den Muskel ruhigstellen. Wer weitermacht, verzögert den Heilungsprozess.
  2. Eis: Die betroffene Stelle mit Kühl-Akkus oder ähnlichem kühlen, das führt zu einer Verengung der Blutgefäße und die Schwellung bleibt gering.
  3. Compression: Mit einem Druckverband kann die Ausweitung der Schwellung verhindert und der Schmerz gelindert werden.
  4. Hochlagern: Das betroffene Körperteil am besten über Herzhöhe hochlagern, auch das verringert Schwellung und Blutung.

Während sich Muskelprellung, -krampf und -kater noch als relativ harmlos erweisen und den Sporttreibenden in seiner Tätigkeit lediglich einschränken können, ist bei den anderen erhöhte Vorsicht geboten. Nach der Erstversorgung solltet ihr daher einen Arzt aufsuchen, um das Ausmaß der Verletzung festzustellen und eventuell weitere Behandlungsschritte einzuleiten:

So kommen bei einem schweren Muskelfaserriss beispielsweise Ultraschall oder Elektrotherapie zum Einsatz, aber auch Krankengymnastik oder Dehnungsübungen sind Therapiemöglichkeiten. Ein ähnliches Behandlungsangebot liegt bei Muskelzerrungen vor: Auch hier können im Einzelfall Maßnahmen wie Physio- und Elektrotherapie ergriffen oder entzündungshemmende Mittel verschrieben werden.

Unterstützend ist bei der Behandlung von Muskelbündelrissen die Verschreibung von Schmerzmitteln möglich. Auch Krankengymnastik soll bei der Genesung helfen. Liegt allerdings ein schwerer Muskelbündelriss vor oder ist ein selbstständiges Verheilen ausgeschlossen, kann ein operativer Eingriff nötig sein, bei dem die gerissenen Muskelbereiche wieder zusammengenäht werden.

Unabhängig davon, ob nun Zerrung, Prellung oder Riss – in jedem Fall ist es wichtig, dem Muskel ausreichend Zeit zur Regeneration zu gönnen.

Muskelverletzungen müssen nicht sein

Um es erst gar nicht zu Muskelverletzungen kommen zu lassen, solltet ihr bestimmte vorbeugende Maßnahmen beachten. Zum Beispiel Aufwärmphasen vor dem Training durchführen, die richtige Sportausrüstung (zum Beispiel stützende Schuhe) wählen oder auf eine geeignete Ernährung achten (zum Beispiel spielt Magnesium eine wichtige Rolle für die Muskelfunktion). Wer sich an ein paar grundlegende Tipps hält, kann somit das Risiko für Verletzungen minimieren.

Also dann, immer schön auf eure Muskeln achten…

Sportliche Grüße aus Berlin!

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