Ahoi, mein Hamburg: Alstersegeln – „I am sailing…“

Ahoi, aus dem sonnigen Hamburg.

Schon Herr Stewart hat es mit seinem weltberühmten Song treffend besungen: die Sehnsucht nach MEE(h)R. So in etwa verschlug es mich auch an diesen Sonntagnachmittag auf´s Wasser. Zwar nur auf die Außenalster und auch nur zu einem kleinen Segeltörn – jedoch mittendrin im Herzen Hamburgs!

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Schöner Blick auf die City.

Es ist voll bei Bobby Reich. Es tummeln sich viele Menschen, es wird Jazz gespielt und erfrischendes angeboten. Ich trinke eine Limo. Während ich auf unser Boot warte. Die Sonne lungert ab und zu durch die Wolkendecke. Sommer im Norden.

Das Boot trifft ein. Mein zweiter Part am Bord ist Ecki, er ist erfahren und das Segeln ist für ihn sozusagen zu seiner zweite Heimat geworden.

Heute steht der Wind gut. Das wird uns viel Auftrieb geben. Leinen los – wir starten. Auf dem Wasser rufen wir uns oft zu “ Klar zur Wende“. Im Segeljargon und für mich als Vorschoter das Signal für einen Kurswechsel. Ecki ruft dabei laut „Ree“, drückt die Pinne (Hebel mit dem das Ruder bedient wird) weg von sich und wechselt die Seite – von rechts nach links. Die Wende erfolgt mit dem Bug (vorderer Teil des Bootes). Der Wind kommt während dessen von vorn, das Segel ist nicht mehr straff, sondern flackert in der Mitte des Bootes. Ich löse an der einen Seite das Tau (Seil) von der Curryklemme (Tauklemme) und spanne es gleichzeitig  auf der anderen Seite. Alles geht sehr schnell – Sekunden, die so ein Manöver braucht. Eine Halse, bei dem mit dem Heck (hinterer Teil) durch den Wind eine Aktion erfolgt, müssen wir heute nicht machen.

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Bereit zur Wende?

Wir tauschen nun unsere Position. Ich bin nun der Steuermann. Yeeeeeeeeeeeaaaaaaaaah!

 

Dann passiert es doch. Mein erstes Mal. Die Wende kommt. Das Segel flackert, ich will die Seite wechseln und bekomme den Mast gegen den Kopf. Aua.

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Kann wieder lachen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause setzten wir zur Rückfahrt an. Wir fahren im Zick-Zack. So ist nun mal der Wind. Damit muss man immer auf den Wasser rechnen – manches ist immer unberechenbar.

Zurück am Steg. Wir legen an. Auftauchen ist angesagt. Also das ordentliche Zusammenlegen vom Segel.

Jetzt heißt es nur noch schön entspannen. Bei einem kleinen Absacker bei Bobby Reich genieße ich meinen Aperol Spritz, den Abend und den Blick auf die Alster.

 

Es grüßt Euch – Alice aus Hamburg.

Segeln, Kanu fahren oder Co.? – Infos findet ihr hier.

 

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