1. Berliner MUT-LAUF für seelische Gesundheit – Bella geht als 1. Frau durchs Ziel

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Hallo meine lieben Sportfreunde 🙂

ich sende euch wieder sonnige Grüße von meiner kleinen Insel im Mittelmeer.

Heute allerdings berichte ich nicht von meiner Sonneninsel, da ich aufgrund eines sehr interessanten Projektes das letzte Wochenende in Berlin verbracht habe. Am 05. August 2016 fand im Rahmen der MUT-TOUR 2016 der 1. Berliner MUT-LAUF, mit rund 310 Laufteilnehmern, statt. Die MUT-Tour macht auf das Thema Depressionen aufmerksam, da dies schon lange keine versteckte Thematik mehr ist und sein sollte.

„WIR LAUFEN & RADELN GEGEN DEPRESSIONEN“

Am 04. Juni 2016 begann die MUT-TOUR bereits als Radtour quer durch Deutschland. Insgesamt werden ca. 7000 km auf dem Rad zurückgelegt und mit mehreren Aktionen auf die Thematik „Depression“ aufmerksam gemacht.

Ich selber habe zwei Jahre unter Depressionen gelitten. Zu dieser Zeit war ich 21 Jahre alt, habe noch in Berlin gelebt und war unsportlicher Raucher und Workaholic. Mit einer Therapie sowie mit dem anschließenden Umzug nach Malta, habe ich die Krankheit besiegt und seit 2012 durch das Laufen weiterhin von mir ferngehalten.

Somit sprach mir das Projekt natürlich sofort aus der Seele und entwickelte sich schnell zu einem sehr persönlichen Projekt für mich selbst.

Vom Schirmherr des Laufes, Hajo Schumacher (alias Achim Achilles), bin ich seit Jahren großer Fan und war somit noch mehr bestärkt an diesem Lauf teilzunehmen.

 

„BELLA BEIM 1. MUT-LAUF IN BERLIN“

Es ist der 05. August 2016 – der Tag des Mut-Laufes, welcher um 19:30 Uhr auf dem Tempelhofer Feld stattfinden wird. Als Long-Distance-Runner habe ich mich natürlich für den 10km-Lauf angemeldet (alternativ gab es noch einen 5km-Lauf).
Auch wenn es sich bei dem Event nicht um einen Wettkampf handelte, habe ich meine Vorbereitung trotzdem sehr ähnlich vorgenommen. Ich stellte sicher bestmöglich ausgeruht zu sein, gut gegessen zu haben und mental bereit für die 10km war.
Es war mir sehr wichtig im Rahmen dieses Themas mein allerbestes zu geben.

Es ging mir weder um eine Platzierung, eine Persönliche Bestzeit oder irgendein anderes vergleichbares Wettkampfziel – ich wollte für das Thema „Kampf gegen Depressionen“ an den Start.

Die Stimmung auf dem Feld war toll. Ich habe viele positive Gesichter gesehen, viele Infostände und viele motivierte Läufer. Nachdem ich mich aufgewärmt hatte und mich der Startlinie näherte, ließ ich nochmal meine Gedanken um den guten Zweck kreisen und beschloss erneut: HEUTE SCHLIESSE ICH DAS KAPITEL DEPRESSION KOMPLETT AB!

Startnummer

Der Startschuss fiel und nun hieß es Fokus auf vier Runden, á 2,5km, kontrolliertes und gleichzeitig entspanntes Laufen.

Ich startete mit einer Pace von 4:40min/km, da ich mir sicher war diese gut halten zu können. Ich wollte einfach jeden Meter genießen.

IMG_5027Schnell realisierte ich, dass ich bereits kurz nach dem Start die dritte Frau war. Die ersten zwei Läuferinnen waren nur im kurzen Abstand vor mir. Der Gedanke bei dem Projekt in der Top 3 der Frauen zu sein beflügelte mich sehr.
Im gleichen Moment erinnerte ich mich an den Wettkampfbericht von Anna Hahner, als sie den Wiener Marathon 2014 gewann. Sie war drittplatzierte für lange Zeit und räumte das Feld nahe der Ziellinie noch auf und siegt.

Bevor ich mich versah, geschah hier das Gleiche. Beide Läuferinnen hatten sich wohl überschätzt und fingen an Körperhaltung und Geschwindigkeit nach 4km zu verlieren. LaufAuf einmal zog ich an beiden vorbei und ließ sie hinter mir.

Ich fühlte mich super, leicht und schnell. Mein Tempo war gut gewählt, also entschied ich es bis zum 8. km zu halten.

Nach drei Runden (7,5km) wäre so ein typischer Moment, wo ich kurz Konzentration verlieren könnte – hier würde mein mentales Training wieder ins Spiel kommen. DIESMAL ABER NICHT!

„RUN WITH A SMILE“ – Motto der Hahner Zwillinge

Plötzlich hatte ich diesen Satz im Kopf. Die Hahnerzwillinge sind meine absoluten Vorbilder – erst auf dem Hinflug nach Berlin habe ich ihr Buch „Time to Run“ zu Ende gelesen.

Für die letzten 2,5km lief ich mit einem extrem breiten Lächeln im Gesicht. Ich war bis oben mit positiven Gefühlen vollgepumpt:

  1. Ich fühle mich super
  2. Ich bin immer noch erstplatzierte der Frauen – ich kann 1. werden!!!
  3. Heute bekämpfe ich meine Depression noch einmal – in Berlin – mit meiner Laufleidenschaft

Die Ziellinie kam näher und mein Tempo nochmal schneller. Die Vorfreude diese gleich zu überqueren wuchs in unermessliche.

Ich hörte den Veranstalter sagen: „UND HIER KOMMT UNSERE 1. FRAU!“

Ich konnte es nicht fassen!!! Ich lief als erste Frau über die Ziellinie, mit dem größten Lächeln was möglich war. Ich stoppte meine Uhr und erkannte ebenfalls: NEUE PERSÖNLICHE BESTZEIT AUF 10KM BEI ÜBER 1,5MIN!!!

Ich konnte nicht anders als einfach meinen Emotionen freien Lauf zu lassen.
Die Tränen schossen mir in die Augen – VOR GLÜCK – VOR ERLEICHTERUNG & STOLZ.

Die Emotionen und Gefühle in diesem Moment, übertrafen einfach alles was ich bisher erlebt habe.
Dieser Lauf bedeutete mir so viel und mit dem „Sieg“ wurde alles so viel größer und bedeutender für mich.

Die Leidenschaft zum Laufen, zum Sport und zu einem gesunden Lebensstil, haben mich die Krankheit endgültig besiegen lassen.

Ich habe symbolisch meine Depression dort „begraben“, wo sie einst entstand:

IN BERLIN
BEIM 1. BERLINER MUT-LAUF 
MIT MEINER LEIDENSCHAFT
„DEM LAUFEN“

1.Frau&1.Mann

Bleibt aktiv meine Liebe – genießt das Leben & bleibt positiv 🙂

Eure Bella

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