Outdoor Gyms: Spielplätze für Erwachsene oder ernsthaftes Training – Beitrag von Angelo Stefanou

Guten Morgen,

was im Englischen zumeist als „Outdoor Gym“ bezeichnet wird, trägt im Deutschen gleich eine Vielzahl an Namen: Bewegungsparcours, Fitnesspark oder Seniorenspielplatz sind nur einige davon. Sie sprießen seit einigen Jahren wie Pilze aus dem Boden, doch ganz so neu ist die Idee der Fitness-Studios ohne Dach und Wände gar nicht.

Bereits vor Jahrzehnten gab es im Rahmen von Trimm-Dich-Pfaden in Parks oder urbanen Wäldern Stationen, an denen man unter freiem Himmel seine Fitness trainieren konnte. Allerdings waren die meisten davon unbeweglich. Typisches Beispiel: Klimmzugstangen.

Moderne Outdoor Gyms bieten viel mehr, vor allem bewegliche Elemente. So gibt es Massagerollen, die zu Kniebeugen animieren und drehbare Plattformen für Rotationsübungen. Die Hauptzielgruppe dieser kostenlos und öffentlich verfügbaren Anlagen sind Senioren. Demzufolge findet man Outdoor Gyms häufig in der unmittelbaren Nähe von Senioreneinrichtungen. Aber haben Outdoor Gyms auch für Junge und Junggebliebene das Zeug zu einem soliden Training?

Im asiatischen Raum wurde schon vor Jahrzehnten die Idee verfolgt, Stadtbewohnern aller Altersstufen gemeinsame Trainingsgeräte in den Parks der Metropolen bereitzustellen. Auch wenn die Übungen dabei nicht immer intensiv waren oder sind, so ist doch etwas Bewegung immerhin besser als gar keine. Und gerade in Asien hat Bewegungsförderung Tradition – man denke auch an den täglichen Betriebssport zum Schichtbeginn in Großbetrieben.

In Europa hat die Idee erst in den letzten 10 Jahren so richtig Aufschwung bekommen, neben Mittel- und Nordeuropa natürlich besonders dort, wo das Wetter häufig zum Outdoor Training einläd.  Mittlerweile sind Outdoor Gyms aber auch bei uns so häufig anzutreffen, dass sich selbst „echte“ Freizeitsportler fragen, ob ihnen ein Abstecher zum nächstgelegenen Outdoor Gym eine Bereicherung bringen kann.

Die Antwort ist: auf jeden Fall, wenn auch mit ein wenig Vorbereitung. Wer sich die Stationen „seines“ Outdoor Gyms in Ruhe anschaut, der findet im Regelfall schnell Möglichkeiten, die Übungen etwas „aufzupeppen“. Bei rollengeführten Kniebeugen eine Kettlebell halten oder an anderen Stationen mit Gymnastikbändern für zusätzlichen Widerstand sorgen – mit kleinem Aufwand wird das Ergebnis schnell auch für fortgeschrittene Sportler spürbar. Einige Outdoor-Fitness-Kurse greifen inzwischen auch auf fest installierte Outdoor Gyms zurück und befreien die Teilnehmer davon, das Zusatzequipment selber mitbringen zu müssen. Manche Personal Trainer bieten einen ähnlichen Service. Und einige besonders exklusive Outdoor Gyms bieten auch Stationen für Fortgeschrittene, die schon an die eine oder andere Functional Fitness Box erinnern.

Einziger Wermutstropfen: Man muss die Outdoor Gyms erst einmal finden. Verzeichnisse gibt es im Internet viele. Manche sind regional begrenzt, kaum eines ist wirklich vollständig. Aber wer weiß, vielleicht kommt auch hierzu bald die passende Such-App auf den Markt.

Übrigens:  Auf meinem Blog findet Ihr auch einige Kettlebell-Übungen, die sich besonders gut für den Einsatz in Outdoor Gyms eignen – leicht zu erkennen an den entsprechenden Fotos. Also: Pünktlich zum Sommeranfang geht es raus – ins Outdoor Gym!

Bis bald – Angelo

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