Zu viel, zu hart trainiert? Von der Achillessehne bis zur Schulter

Guten Morgen aus Berlin,

Verletzt – Was tun?!

Fünf Schwachstellen für Sportverletzungen plus Expertentipps zur schnellen Genesung.

Jedes Jahr verletzen sich circa 20% der Sportler am Muskel.  Jede fünfte Sportverletzung betrifft Muskeln, Sehnen und Bänder. Die  häufigsten Verletzungen möchte ich euch heute vorstellen.

Zerrung und Prellung:

Ein Drittel der Sportverletzungen machen Prellungen und Zerrungen aus. Oft kommt es zu solchen Verletzungen, wenn der Muskel nicht genügend erwärmt ist. Plötzliche und ruckartige Bewegungen werden so zu einer großen Gefahr. Während Prellungen „nur“ eine Form der Muskelquetschung darstellen, sind Zerrungen kleine Mikrorisse, die in den Kollagenfasern entstehen. Beide Verletzungen sind sehr unangenehm und man sollte sich ein paar Tage Ruhe gönnen, bis die alles ausgeheilt ist.

 Muskelfaserriss:

Der Muskelfaserriss ist mehr als eine Zerrung, der zumeist in der Oberschenkel- oder Wadenmuskulatur auftritt. Bei einer sehr starken Überdehnung, beispielsweise nach abrupten Drehungen oder sehr starken Beschleunigungen, können Muskelfasern reißen. Nach einem kurzen stechenden Schmerz bei während der Aktivierung des Muskels entstehen Schwellungen oder Blutergüsse, die den Druck im Gewebe erhöhen. Dieser ist auch ausschlaggebend für den Schmerz, den der Sportler nach so einer Verletzung spürt.

Bänderriss:

Wie ein Schuss hört es sich an, wenn ein Band reißt. Das kann mit allen Bändern des Körpers geschehen. Doch besonders die Bänder der Beine reißen sehr schnell, denn Sie müssen sehr viel Kraft kompensieren. Am häufigsten ist das Band des äußeren Sprunggelenks betroffen oder die Kreuzbänder am Knie.

Schürf- ,Platzwunden und Blutergüsse:

Ganz ohne Verletzungen geht es wohl in keiner Sportart zu – Ein Sturz vom Rad, das Zusammenlaufen beim Handball oder der Treffer beim Boxen. Nicht ganz so langwierig wie Bänderrisse und Zerrungen, aber dennoch manchmal genauso schmerzhaft sind Schürf- oder Platzwunden. Auch wenn Sie nur relativ oberflächlich sind, können Sie sehr stark bluten und den einen oder anderen Schrecken verursachen.

Zu Blutergüssen kommt es, wenn Blutgefäße reißen. Jeder kennt die blauschwarzen Hämatome, die sich durch das austretende Blut bilden. Sollten Blutergüsse sich im Kopfbereich abspielen, sollte man diese Verletzungen kontrollieren lassen, da die Schwellungen auf Nerven oder Augenmuskeln drücken kann.

Knochenbrüche:

Knochen halten schon viel aus, aber bei 28% der Sportverletzungen  kommt es eben doch zu Brüchen und Verrenkungen. Besonders die Unterarme brachen sehr leicht, das Stürze hauptsächlich mit diesen Körperteilen abgefangen werden. Sportler erleiden sehr oft auch Ermüdungsbrüche, die bei Überbelastung auftreten.

Verstauchung:

Zu den häufigsten Sportverletzungen zählt mit Abstand die Verstauchung. Hierbei verschieben sich die Gelenkflächen kurzzeitig über das normale Maß hinaus. Dabei werden die Gelenkkapseln, Bänder und Sehnen überdehnt. Das Gelenk ist jedoch, anders als bei einem Bruch, noch belastbar. Es schmerzt jedoch sehr stark und ist in seiner Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt.

Schnelle Hilfe durch Versandapotheken:

Bei jeder stärkeren Verletzung sollte man auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Aber oftmals helfen schon Kühlpads und schmerz- bzw. entzündungshemmende Cremes aus der Apotheke. Wenn man verletzt ist und seine lädierten Knochen, Muskeln und Bänder schonen möchte, muss man für seine Medikamente nicht einmal mehr das Haus verlassen.

Auf den Internetseiten der verschiedensten Versandapotheken könnt ihr euer Schmerzgel schnell und bequem online bestellen und somit Kosten und schmerzende Ausflüge sparen.

Tennisarm:

Was ist das Problem?
Der kräftige Muskel hat nur einen schmalen Ansatz am Knochen, eine Überlastung tritt daher schnell ein. Das Kernproblem ist der Muskel selbst, der sich verkürzt und verhärtet und den Zug auf die Sehne noch erhöht. Im Prinzip handelt es sich um eine Sehnenscheidenentzündung. Sie können das prüfen: Arm nach oben anwinkeln, Hand zum Körper beugen, um 180 Grad drehen und jetzt den Arm nach vorn ausstrecken. Beim Tennisarm schmerzt das.

Was kann ich tun?
Den Test 30-mal am Tag wiederholen. Das führt allmählich zur Lockerung und Streckung des Muskels, sodass der Zug auf den Sehnenansatz reduziert und die Entzündungsursache behoben wird. Spezielle Epicondylen-Massagen durch einen Physiotherapeuten unterstützen den Prozess. Begleitend: Diclofenac oder Ibuprofen sowie Enzyme gegen Schmerzen und Entzündung, in hartnäckigen Fällen Kortison.

Bewährt hat sich auch die Stoßwellentherapie, einen Versuch wert ist die Akupunktur (beides auf eigene Kosten). Wichtig: Der Arzt muss die Nachbargelenke (Hand und Schulter) und die Halswirbelsäule untersuchen, da die Beschwerden auch von hier ausstrahlen können.

Achillessehne:

Was ist das Problem?
Bei Entzündungen des Sehnenleitgewebes (es knirscht wie beim Formen eines Schneeballs) herrscht Alarmstufe Rot, es muss absolute Ruhe eingehalten werden. Ist „nur“ die Sehne entzündet, darf man vorsichtig belasten. Eine schmerzende Achillessehne ist auf keinen Fall zu unterschätzen.

Was kann ich tun?
Mit Krankengymnastik und Elektrotherapie den Tonus im Wadenmuskel senken, damit er nicht an der gereizten Sehne zieht. Nicht selbst dehnen! Unterstützend: entzündungshemmende Medikamente und Enzyme, aber kein Kortison, das steigert die Gefahr eines Sehnenrisses! Alternativ: Injektion von Traumeel oder Teufelskralle. Wichtig: Röntgenkontrolle, denn oft reizt ein knöcherner Fersenvorsprung die Sehne dauerhaft (Haglund-Ferse), hier hilft nur eine Operation. Stichwort chronische Beschwerden: Die Entzündung lässt gelegentlich Blutgefäße entstehen, die von neuen Nerven begleitet werden. Folge: Schmerzen trotz eingedämmter Entzündung! Abhilfe schafft die Verödung der Gefäße (Sklerotherapie).

Schulterreizung:

Was ist das Problem?
Die Ursachen sind vielfältig, zum Beispiel ein Reizzustand der Muskeln der Rotatorenmanschette (etwa durch Überkopf-, Wurf- oder Schlagsportarten), Reizung der langen Bizepssehne, SchleimbeutelentzündungSchleimbeutelentzündung unter dem Schulterdach, Einrisse in der Rotatorenmanschette sowie Verkalkungen in diesem Bereich.

Was kann ich tun?
Ultraschall lässt eine Diagnose in der Bewegung zu und ist Röntgen und Kernspintomografie daher klar überlegen. Bei akuter Überlastung maximal drei Tage Ruhe, da die Schulter schnell steif wird. Dazu: Entzündungshemmende Medikamente, Krankengymnastik inklusive Elektrotherapie, Kälte- und Wärmebehandlung. Kortison nur in entzündeten Schleimbeutel spritzen, da sonst die Sehnenansätze porös werden und reißen können.

Wie beuge ich vor?
Die Dehnung des Brustmuskels verbessert die Haltung und richtet das Schulterdach auf: Dazu ein Theraband an der Türklinke befestigen, den Arm rechtwinklich beugen und das Band parallel zum Boden an den Körper ziehen (Innenrotatoren); Körper um 180 Grad drehen und Band nach außen ziehen (Außenrotatoren). Vorsicht im Studio: Das Training des Brustmuskels verkürzt diesen, das kann die Rotatorenmanschette einklemmen!

Schambein:

Was ist das Problem?
Viele von uns haben starke Rücken-, aber eher schwache Bauchmuskeln. Die Folgen: ein Stabilitätsverlust in der Körpermitte und eine chronische Überlastung im oben beschriebenen Bereich. Aus immer wiederkehrenden, wenn auch oft kleinen Verletzungen resultiert unter Umständen eine schmerzhafte Schambeinentzündung. Wird sie verschleppt, kann sich die Heilung mehrere Monate oder länger hinziehen.

Was kann ich tun?
Zunächst schließt der Arzt andere Ursachen wie Leisten- und Adduktorenprobleme oder eine Entzündung der Prostata aus. Probate Hilfsmittel zur Diagnose sind Röntgen, Ultraschall und Abtasten. Therapie: entzündungshemmende Medikamente, in diesem Fall auch Kortison, zusätzlich Enzyme. Dazu physikalische Maßnahmen (Wärme-, Kälte- und Elektrotherapie) und Krankengymnastik. Deren Zweck: Da die Bauchmuskeln im Alltag nicht ruhigzustellen sind, sollten sie rasch entspannt und gedehnt werden, damit sie den entzündeten Bereich nicht zusätzlich reizen.

Wie beuge ich vor?
Langfristig für eine Balance zwischen Bauch- und Rückenmuskeln sorgen. Außerdem schon bei leichten und unklaren Beschwerden einen Arzt aufsuchen.

Knie:

Was ist das Problem?
Die zarte Patellasehne, die den mächtigen Oberschenkelmuskel (Quadrizeps) über die Kniescheibe mit dem Schienbein verbindet. Hier treten Schmerz, Schwellung und Druckempfindlichkeit auf.

Was kann ich tun?
Der Quadrizeps muss mit Krankengymnastik entspannt und gedehnt werden, um Druck aus dem System zu nehmen. Dazu: entzündungshemmende Medikamente und Enzyme, kein Kortison. Bewährt haben sich zu dem Stoßwellentherapie und Kinesiotape (Kassen zahlen nicht).

Wie beuge ich vor?
Die Führung der Kniescheibe sollte optimiert werden. Dazu den Vastusmedialis (Teil des Quadrizeps) gezielt trainieren, etwa mit Kniebeugen über den großen Zeh hinweg. Auf diese Weise können Knieschmerzen oft schon spürbar reduziert werden.

Seid sportlich – bis bald – eure Michaela

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