Golf – Masterprofessional der PGA of Germany – Oliver Banse-Cabus über den schönsten Sport der Welt

Guten Morgen aus Berlin,

heute geht es um den schönsten Sport der Welt…..denn, wer einmal Bälle mit Erfolg auf einer Driving Range abgeschlagen hat, kommt davon nicht mehr los. Golfen macht süchtig.  

Für viele Menschen gibt es nichts schöneres als auf dem Golfplatz zu stehen, dazu gehört Oliver Banse-Cabus – Masterprofessional der PGA of Germany – Golfschule Thiergarten im Golf-und Landclub Regensburg.

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In einem Interview mit Michaela Wirsich von iSpodBerlin, bringt uns Oliver Banse-Cabus den Golfsport ein wenig näher.

iSpodBerlin: Hallo Oliver, vielen Dank für deine Zeit und das Interview. Kannst du uns kurz etwas über deine Person sagen?  

Oliver Banse-Cabus: Ich bin 1969 in Tegernsee (Bayern) geboren. 1974 habe ich das erste Mal einen Golfschläger in der Hand gehalten und seitdem nicht mehr losgelassen. Zwischen 1980 und 1988 habe ich aktiv an nationalen und internationalen Jugendturnieren teilgenommen. 1988 habe ich parallel zu einer professionellen Spielerlaufbahn die Ausbildung zum Golfprofessional begonnen. Leider war mein Tourauftritt nicht so erfolgreich wie gewünscht und somit habe ich 1994 meine Ausbildung zum fully qualified Golftrainer abgeschlossen. Seitdem arbeitete ich in verschiedenen Golfclubs und betreue Clubmitglieder,  Mannschaftspieler und Kaderspieler. 2012 wurde mir von der PGA of Germany für meine wissenschaftliche Masterarbeit „ Der Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen im Golfsport“ der Mastertitel verliehen. Zur Zeit betreibe ich eine Golfschule im Golf- und Landclub Regensburg (Thiergarten) 

iSpodBerlin: Du warst sehr lange Golflehrer in Berlin, was waren die Besonderheiten am Golfclub- Kallin  oder Groß-Kienitz? 

Oliver Banse-Cabus: In Kallin kam ich in eine große Familie von golfbegeisterten und sportlich sehr interessierten Menschen. Eine hervorragende Jugendarbeit brachte viele jetzt noch aktiv und gut spielende Jugendliche hervor. (z.B. Miriam Nagl) Die Zeit in Kallin hat mich sehr geprägt,  und ich möchte diese nicht missen. Ganz anders war es erstmal in Kienitz. Angelockt durch meinen guten Freund Oliver Neumann ging es in diesem Club nur um das Produzieren von Golfern und das Maximieren des Mitgliederstamms. 

iSpodBerlin: Wie siehst du allgemein die Tendenz im Golfsport? 

Oliver Banse-Cabus: Die Entwicklung im Golfsport ist seit Jahren gleich geblieben.  Das momentan vorherrschende Bild der Stagnation oder sogar Abnahme des Interesses stimmt in meinen Augen nicht. Die Anzahl der zu bedienenden Golfclubs ist für Deutschland zu Groß. Wer dazu noch glaubt mit Golf viel Geld verdienen zu können, irrt! Wichtiger ist, dass Golf  endlich als Spiel und nicht nur als  Sport gesehen wird. Grundsätzlich werden  immer mehr ältere Menschen das Spiel spielen und ihre Freizeit auf den Golfplätzen verbringen.(So ist die allgemeine Bevölkerungsentwicklung). Sie sind die finanzielle Sicherheit für Golfanlagen sowie Golfschulen. Denn sie haben Zeit!

Golf als Sport (Wettkämpfe..) muss von jüngeren Menschen betrieben werden! Da aber bei dieser Zielgruppe der Faktor Zeit eine große Rolle spielt,  müssen für die Zukunft Ideen wachsen, den sportlichen Charakter aufrecht zu erhalten, ohne regelmäßig 18- oder 36- Lochturniere bestreiten zu müssen.  Ich sehe die Zukunft im Golfspiel bei 60% über 50 Jährigen. 

iSpodBerlin: …und wie bist du zum Golfsport gekommen? 

Oliver Banse-Cabus: 1974 durch meinen Stiefvater Dieter Cabus, Golfprofessional und Golfplatzdesigner 

iSpodBerlin: Was ist für dich das Spannendste am Golfsport? 

Oliver Banse-Cabus: Die neue Aufgabe nach jedem Schlag! 

iSpodBerlin: Was zeichnet denn deiner Meinung nach einen guten Golflehrer aus? 

Oliver Banse-Cabus: Er muss die Kompetenz besitzen,  technische Notwendigkeiten und deren Zusammenhänge zu verstehen und gezielt anbringen.

Oliver Banse-Cabus: Er muss strukturiert, anpassungsfähig, erfolgsorientiert, innovativ, und ein Menschenfreund sein. 

iSpodBerlin: Benötigt man Fähigkeiten oder Kenntnisse aus anderen Sportarten um mit dem Golfen zu beginnen? 

Oliver Banse-Cabus: Nein, trotzdem wären es von Vorteil, wenn man schon mal  mit Schläger und Ball etwas gemacht hat. 

iSpodBerlin: Kann jeder Golf lernen und ab welchen Alter kann man damit beginnen? 

Oliver Banse-Cabus: Jeder kann dieses Spiel lernen! (Wir gut hängt von mehreren Faktoren ab) Bambinitraining beginnt bei uns mit 5 Jahren und wird von den Eltern begleitet. Eigenständiges Golfspielen wird man ab 8 Jahren beginnen können. 

iSpodBerlin: Was macht einen guten Golfplatz aus? 

Oliver Banse-Cabus: Er muss für alle Spielstärken das nötige Maß an Schwierigkeiten bieten.  Der Einfluss von Distanz sollte durch unterschiedliche Abschläge geregelt sein. Für mich ist es ausgesprochen wichtig, dass die Grüns in einem guten Zustand sind (Rolleigenschaften des Balles)!

Grundsätzlich lässt sich hierzu aber nur schwer eine richtige Aussage treffen. Manche lieben die Landschaft, andere sind auf das Design einzelner Spielbahnen fixiert und andere wiederum finden Golfplätze erst ab 6500 Metern gut. 

iSpodBerlin: Benötige ich eine Golfmitgliedschaft und was versteht man unter einer Fernmitgliedschaft? 

Oliver Banse-Cabus: Eine Mitgliedschaft in einem vom DGV anerkannten Golfclub (Erhalt eines DGV Ausweises) ist neben der Platzreife (Hcp 54 Deutschland und Hcp 36/28 Europa)  zwingend notwendig,  um auf den meisten Golfplätzen der Welt spielen zu dürfen. Eine Mitgliedschaft wird von allen Golfclubs in unterschiedlicher Form angeboten. (Jahresmitgliedschaft-, Wochentags-, Feierabend-, oder auch die Fernmitgliedschaft sind Varianten. Unter der Fernmitgliedschaft verstehen die meisten Anbieter eine Mitgliedschaft für Golfspieler, die mehr als 150km vom Club entfernt wohnen und arbeiten. 

iSpodBerlin: Die Platzreife ist ja die Hürde zum Golfsport, warum ist sie zwingend notwendig? 

Oliver Banse-Cabus: Um einen Reibungslosen Ablauf zu garantieren, vor allem  Spielgeschwindigkeit, Sicherheit und Etikette sind neben technischem Können die wichtigsten Kernpunkte der Platzreife. 

iSpodBerlin: Und wofür benötige ich den DGV-Ausweis? index

Oliver Banse-Cabus: Dies ist der offizielle Nachweis der Mitgliedschaft in einem Golfclub. Auf diesem ist auch die Stammvorgabe des Spielers notiert.(Bei Eintritt). Erfassung aller Spieler in einem für alle Golfclubs abrufbaren System. 

iSpodBerlin: Mit der Platzreife erhält man ein theoretisches Handicap von 54, warum dürfen Nicht-Mitglieder erst ab einem Handicap von 36 oder weniger in manchen Ländern spielen?

Oliver Banse-Cabus: Die Clubvorgaben  37-54 gibt es nur in Deutschland! 

iSpodBerlin: Ist angemessene Kleidung – immer noch – auf dem Golfplatz wichtig, gibt es einen Dresscode? 

Oliver Banse-Cabus: Es gibt auf allen Golfplätzen einen Dresscode- wie intensiv dieser verfolgt  wird,  hängt von jedem Verein einzeln ab. Das wichtigste in der heutigen Zeit ist aber,  dass  die Kleidung sauber ist und nicht bei jeder Bewegung oder Verbeugung Körperteile zeigt,  die man auch im Schwimmbad nicht sehen möchte. 

iSpodBerlin: Sollte man zusätzlich zum Golf noch andere Sportarten trainieren – evtl. ein spezielles Fitnessprogramm, welche Körperregionen werden z.B. beim Golf besonders beansprucht? 

Oliver Banse-Cabus: Wer Golf intensiv als Leistungssport betreibt,  muss unbedingt ein individuell optimal angepasstes Fitnessprogramm absolvieren. Menschen mit Vorschädigungen am Bewegungsapparat sollten genau abklären,  welche  Bewegungen erlaubt sind und welche nicht (Arzt)

Beim Golfen wird der ganze Körper beansprucht, dies ist wiederum sehr gut für die allgemeine Beweglichkeit und Fitness. 

iSpodBerlin: Wie oft sollte man in der Woche Golf spielen, um fit zu bleiben oder um sich zu verbessern? 

Oliver Banse-Cabus: Am besten täglich 1-3 Stunden mit dem richtigen Trainingsprogramm 

iSpodBerlin: Oliver,  bist du auch in anderen Sportarten außer dem Golfen aktiv? 

Oliver Banse-Cabus: Skifahren, und zu Berliner Zeiten bin ich Renngocart gefahren und Marathon gelaufen. 

iSpodBerlin: Was hältst du vom Cross-Golf, schon mal gespielt?

Oliver Banse-Cabus: Coole Sache! Habe früher (verbotener Weise) im Tiergarten und am Kreuzberg gespielt!

Aber eine gute Runde Golf auf einem Golfplatz ist durch nichts zu ersetzen. 

iSpodBerlin: Vielen Dank für das nette Interview

 

..wenn du noch nie Golf gespielt hast und du es einfach mal ausprobieren möchtest – hier findest du die wichtigsten Schnupper- oder Platzreifekurse für Berlin

http://www.ispodberlin.de/shop/Sports/Golfkurse-und-Platzreife

Seid sportlich – bis bald – eure Michaela

 

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